Systemisch-therapeutische Lernpraxis 
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Was ist Legasthenie?

Von einer Legasthenie spricht man, wenn ein offensichtlich intelligentes Kind bestimmte Schwierigkeiten bei den Kulturtechniken des Lesens, Schreibens und teilweise des Rechnens bekommt, welche durch differente Sinneswahrnehmungen hervorgerufen wird. Die bei diesen Kindern beobachtete zeitweise Unaufmerksamkeit führt beim Schreiben, Lesen und Rechnen zu Wahrnehmungsfehlern. Die Aufmerksamkeit der betroffenen Kinder lässt nach, sobald sie mit Symbolen wie Buchstaben oder Zahlen konfrontiert sind. In vielen anderen Gebieten können sie hervorragende Leistungen zeigen.


Unterschied zwischen Legasthenie und Lese-Rechtschreibschwäche

Die biogenetisch bedingte Lese-Rechtschreibschwäche nennt man Legasthenie. Sie wird vererbt und besteht ein lebenslang. Durch ein spezielles Training im Bereich Schreiben und Lesen können die Symptome verringert werden. Hier findet das Training  in drei Bereichen statt: Schärfung der Sinneswahrnehmungen, Verbesserung der Aufmerksamkeit und die Arbeit am Symptom.

LRS (Lese-Rechtschreibschwäche) ist erworben. LRS wird durch bestimmte Ereignisse im Leben des Menschen hervorgerufen und ist vorübergehend.


Es ist daher sehr wichtig, bei jedem Kind individuell herauszufinden, ob es sich um eine Legasthenie oder Lese-Rechtschreibschwäche handelt; nur so kann eine entsprechende  Unterstützung sowohl für das Kind als auch seine Familie stattfinden.